Familiengottesdienst in Ilmenau

Ein Gottesdienst, der für jedes Alter ansprechend sein soll, ein Gottesdienst, der auch an Gäste gerichtet ist und ein Gottesdienst zum Mitmachen beschreiben den Sonntag am 22.04.2018 auf den Punkt.

Die monatlichen Leitgedanken für unsere Gottesdienste sehen einen Bibeltext aus dem Matthäus Evangelium vor.

Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. (Mt 25, 36)

Der Begriff Familie ist an diesem Sonntag keinesfalls nur auf die verwandtschaftliche Familie begrenzt. Eingeladen sind alle, egal ob Familie, Single, Patch-Worker, Alte oder Junge. Es sollte ein besonderer Tag werden, an dem das Motto Familie - das Mehrgenerationenhaus ganz zentrale Bedeutung bekam.

Neben Predigt und Co-Predigt gibt es auch Beiträge aus der Gemeinde, aus unterschiedlichen Altersgruppen. Berichte, Erzählungen und eine Ausführung zum Thema „Familie -Was sagt die Bibel“ beleuchten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Bibelstelle aus dem Matthäus Evangelium. So werden den Gottesdienstbesuchern unterschiedliche Familiensituationen aus dem Alten bis zum Neuen Testament geschildert. (Hierzu berichten wir extra).

Die biblische Situation und die daraus resultierende Botschaft wird durch aktuelle Bezüge greifbar:

Helfen - Unsere christliche Verantwortung auch über die verwandtschaftliche Familie hinaus.

  1. Ein Familienvater berichtet über einen Arbeitsbesuch bei einer Flüchtlings-Familie. Was ist die Heimat einer Familie/einer Person, wenn sie fliehen muss? Wie werden sie in unserem Lebensumfeld angesehen? Helfen wir oder lassen wir die Augen lieber geschlossen, da sie für uns fremd wirken?
  2. Ein Kind berichtet von einem Unfall ihres kleinen Bruders. Dieser musste operiert werden. Der Arzt hat eigentlich einen vollen OP-Kalender, möchte aber trotzdem helfen. Die Hilfsbereitschaft vermeintlich fremd wirkender Menschen trägt dazu bei, dass die Gesellschaft zu einer Familie zusammenwächst.
  3. Auch von unserer Gesellschaft abgeschottete Personen, so z.B. im Gefängnis, sind doch nur Menschen, die einen Fehler begangen haben, es aber auch bereuen. Wie begegnen wir solchen Personen? Was denken wir über sie? Können wir nicht auch dort helfen?

Gott zeigt uns Handlungsfelder auf, um helfen zu können. Oftmals bleiben wir passiv, weil es uns nur indirekt oder gar nicht betrifft. Das Neue Testament zeigt uns auf, wie innerhalb einer Familie umgegangen wird und dass auch die Nächstenliebe Bestandteil unseres heutigen Lebens sein muss.

Nach dem Abschlusslied der Kinder „Lasst und eine Kirche bau‘n“ konnte bei einem kleinen Imbiss das Thema vertieft oder einfach nur Gemeinschaft gepflegt werden.

Denn Gemeinschaft – Familie – Nächstenliebe sind doch nur Synonyme in unserem christlichen Leben. Die christliche Familie schließt niemanden aus.

Der besondere Gottesdienst weckte großes Interesse. Die Kirche war nahezu vollständig gefüllt. Ein Zeichen dafür, dass dieser Familiengottesdienst nicht der letzte seiner Art in Ilmenau sein wird.