Reisebericht Jugendtag 2018

Ein Bericht von Jugendlichen über das Jugendtags-Wochenende auf dem Messegelände in Leipzig.

Freitag 15.6.2018

16:00 Uhr Treffpunkt Kirche Ilmenau  - wir laden unsere Jüngsten ein und ab geht's in Richtung Leipzig. Unsere Elgersburger waren schon vorgefahren.

Auf der Leipziger Messe angekommen haben wir erstmal eingecheckt und unsere Schlafhalle bezogen. Für unsere neuen Jugendlichen und Konfirmanden des nächsten Jahres war das erstmal etwas ganz neues - Schlafen mit hunderten Jugendlichen in einer großen Messehalle.

Matratzen aufgepumpt und Schlafsäcke ausgerollt, dann ging es schon in die nächste Messehalle zum Abendessen. Unterwegs traf man immer mal wieder das ein oder andere bekannte Gesicht, obwohl dies beim ersten Nordostdeutschen Jugendtag natürlich etwas schwieriger war als bei den kleineren Jugendtagen von Sachsen/Thüringen in der Vergangenheit. So verging die Zeit bis zur offiziellen Eröffnung um 21 Uhr allerdings recht schnell. Mit Popcorn und Chips bewaffnet machten wir uns auf den Weg dorthin, machten es uns bequem. Doch nach nur sehr wenigen Worten des Stamm- und Bezirksapostels war die Eröffnung fertig und die Party konnte beginnen.

Bei Band und anschließendem DJ konnte man das Tanzbein schwingen und leckere alkholfreie Cocktails schlürfen. Wer nicht so der Tänzer ist, konnte entweder Tischtennis oder Kicker spielen oder im Innenhof bei Loungeatmosphär mit Epiano oder Harmonium den Abend mit Gesprächen ausklingen lassen. Wie in unserer Gemeinde vielleicht schon aufgefallen, stehen die Ilmenauer sehr auf Tischtennis, so dass einige von uns noch bis in die Nacht die Bälle auf die Platte brachten.

Samstag 16.6.2018

Nach nicht ganz so viel Schlaf und einem gemeinsamen Frühstück konnten wir am Samstag wählen, ob wir uns sportlich betätigen (Fußball, Volleyball, Tischtennis, Dart etc.), eine Stadtrundfahrt durch Leipzig oder einen der angebotenen Vorträge und Workshops besuchen wollten. Es sei denn, man war, wie unsere Elgersburger, Akteure des Poporatoriums. Dann hieß es proben, proben, proben. Etwas schade war, dass alles gleichzeitig angeboten wurde, so dass man sowohl vormittags als auch nachmittags jeweils nur einen Workshop oder eben die Stadtrundfahrt schaffte. Am Morgen noch größtenteils vereint, trennten sich nach dem mittaglichen Podiumsgespräch mit Stamm- und Bezirksapostel  am Nachmittag etwas unsere Wege. Die jüngeren interessierten sich mehr für Sport und die älteren bildeten sich in den Workshops wie z.B. zum Thema "Nachhaltigkeit" oder “Typisch Neuapostolisch" weiter.

Um 19 Uhr öffneten sich die Tore zum Poporatorium “Ich Bin" und die Halle füllte sich rasch auch mit dem ein oder anderen bekannten Gesicht aus Ilmenau und Elgersburg. Von 20 - 22 Uhr begeisterten die 1200 Sänger, das Orchester und die Schauspieler das Publikum und die sensationelle Lichtshow rundete das Ganze zu einer  spektakulären Show ab.

Leider waren nach dem Oratorium am Abend schon alle Aktivitäten abgebaut. Gern hätten wir nochmal den ein oder anderen Ball übers Netz gebracht bis die Abendandacht um 24 Uhr anfing. Die Abendandacht war gut besucht und wurde von der Jugendgruppe aus Torgau gestaltet. Das Thema Freundschaft wurde behandelt und war ein wunderbarer geistlicher Impuls zur Einstimmung auf den Gottesdienst.

Sonntag 17.6.2018

Wieder viel zu wenig Schlaf gehabt, pilgerten wir nach dem Frühstück gemeinsam Richtung Gottesdiensthalle. Diese war bereits reichlich gefüllt, denn die umliegenden Gemeinden sowie die Zuhörer des Poporatoriums waren eingeladen.

Glücklicherweise fanden wir dennoch einen gemeinsamen Platz, so dass wir uns immer mal gegenseitig wach halten konnten. Die ca. 9000 Gottesdienstteilnehmer bekamen von Stammapostel Schneider das Wort aus Galater 2, 20 zu hören.

Nach dem gemeinsamen Mittag bereiteten wir alle noch einen Beitrag der Jugendstunde (in Norddeutschland ein anderer Begriff für Nachmittagsprogramm) vor. Alle packten mit an, das war super. Der Nachmittag beschäftigte sich mit dem Jugendtagsmotto “Treu Dich". Hierzu wurden verschiedenste Beiträge wie z.B. ein Zeichentrickfilm über Otto den Otter oder ein Poetryslam dargeboten, welche  zum Lachen aber auch zum Nachdenken anregen sollten.

An einem Beitrag hatte auch unsere Gemeinde mitgewirkt. Für die “Zukunftswerkstatt" hatten mehrere Mitglieder der Gemeinde im Vorfeld einige Filmszenen zur Kinderkirchennacht und am Tag danach gedreht. Da keiner von uns den kompletten Film bis jetzt gesehen hatte, waren wir sehr gespannt und voller Vorfreude. Die Aussage des Films war: “Es geht nicht darum die Gemeinde zu revolutionieren, sondern zu bereichern. So viele wie möglich mit einzubeziehen, Verantwortung zu teilen, Fähigkeiten zu nutzen, den Amtsträgern zuzurufen: 'Trau dich etwas auszuprobieren.'"

Der Beitrag brachte uns sehr zum Lachen und zeigte mir an vielen Stellen, dass unsere Gemeinde schon einiges dieser Ideen umsetzt und ich stolz sein kann, ein Teil dieser Gemeinde zu sein. Natürlich werden wir euch den Film nicht vorenthalten, eine Vorführung ist nach den Ferien geplant.

Erfüllt von Freude und Dankbarkeit, dass alles geklappt hat und wir einen schönen Jugendtag erleben durften, machten wir uns auf den Heimweg.

Alles in allem kann ich sagen, dass, auch wenn wir Älteren schon größere Jugendtage erlebt haben und vielleicht auch schon mal besseres Essen hatten oder das ein oder andere Angebot war, welches uns vielleicht mehr angesprochen hat als an diesem Jugendtag, es ein schöner Jugendtag war. Vor allem, weil mir die Gemeinschaft auch mit unseren Jüngsten sehr gefallen hat. Nur schade, dass wir unsere Elgersburger auf Grund der Proben  nicht so oft zu Gesicht bekommen haben.

Da aber nicht nur meine Meinung zählt, hier noch ein paar Meinungen anderer Jugendlicher unserer Gemeinde:

„Positiv war, dass ich alte Bekannte wiedergetroffen habe und die Jugendstunde war sehr gelungen, sehr aktuell und dringend notwendig. Auch gut, dass da alle teilnehmen konnten und so auch die älteren Geschwister die Wünsche, Ideen und Gedanken der Jugend zur Kirche und zum Glauben gehört haben."

“Also ich fand es richtig toll, wir hatten eine tolle Verpflegung und es gab schöne Beiträge. Aber es war nicht so toll, dass die Toiletten immer so voll waren."

“Ich fand den Jugendtag einfach richtig, richtig toll, weil man abwechslungsreiche Sachen machen konnte und es einfach Spaß gemacht hat, dort zu sein."

“Ich fand den NOJT sehr schön und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber leider war er so schnell vorbei."

“Ich fand es war toll, alles war gut organisiert und das Essen war gut."

“Ein schönes Erlebnis inmitten begeisterter Jugendlicher. Modern, offen, herzlich und intensiv!"