Internationale Allianzgebetswoche in Ilmenau

Vom 13. bis 20. Januar 2019 fand die Internationale Allianzgebetswoche unter dem Thema „Einheit leben lernen“ statt. Erstmals beteiligte sich die Gemeinde Ilmenau aktiv an den Gebetsabenden.  

Zur Gebetsandacht am Dienstag trafen sich Christen aus den unterschiedlichen Konfessionen der Stadt im Gemeindezentrum der Neuapostolischen Kirche. Der Gemeinde- und Jugendreferent aus der EFG „Güldene Pforte“ sprach das geistliche Wort zum Thema „Demut, Sanftmut und Geduld einüben“. Grundlage war das Bibelwort aus Philipper 2,1-8. Dabei erklärte er sehr verständlich und zeitnah diese drei Begriffe. Die Kernbotschaft war: „Demut, Sanftmut und Geduld sind die Voraussetzung dafür, dass wir Christen Einheit leben und praktizieren können“.  

Demut ist der Mut zu dienen, der Mut, das Gute für den anderen zu suchen. Sie hat den Mut zum offenen Wort, das aber den anderen nicht verletzt.

Am Donnerstag war der Gebetsort die Ilmkreisklinik Ilmenau. Der „Raum der Stille“ war bis zum letzten Platz ausgefüllt. In eindrucksvoller Weise wurde durch Wort, Musik und Gebet dieser Abend gestaltet. Instrumentalisten und ein kleiner Chor aus der Gemeinde schufen zusammen mit Patienten und der ganzen Gebetsgemeinschaft eine wohltuende Atmosphäre.

„Träger der Hoffnung sein“, so lautete die Botschaft. Gleich zu Beginn wurde das Lied „Anker in der Zeit“ gesungen. Treffender konnte die Grundlage lebendiger Hoffnung nicht zum Ausdruck gebracht werden, wie in der ersten Strophe: „Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht.“

Krankenhausseelsorgerin Pastorin Behrend ging in ihrem geistlichen Impuls auf die Worte in der Apostelgeschichte 20, 28 ein, wo es heißt: „So habt nun acht auf euch selbst …“ Besonders als Patient achtet man auf Blutdruck, Blutwerte und vieles mehr. Es gilt aber auch auf das seelische Empfinden acht zu geben. Die Hoffnung auf Heilung gehört dazu. Jesus bietet uns eine Hoffnung an, die trägt.  

Am Sonntag fand der Abschlussgottesdienst in der St. Jakobuskirche statt unter dem Thema: „Alles Gnade“. Die Einsicht, dass wir alle Beschenkte und Begnadigte sind, wurde noch einmal untermauert. Mit dieser Einsicht können wir weiter freudig und entspannt miteinander beten und handeln, weil wir letztlich alle aus dem Reichtum seiner Gnade schöpfen.

Dank gilt allen Geschwistern, die auf vielfältige Art und Weise mitgeholfen haben, dass die Gebetswoche ein schönes Zeichen christlichen Miteinanders in der Stadt wurde. Wir haben unmittelbar erleben können: „Gott ist unermesslich reich – reich an Güte, reich an Geduld, reich an Gnade. Wir können Anteil haben an diesem Reichtum – und zwar in Jesus Christus“. (aus der Neujahrsansprache des Stammapostels)

Gott schenkt durch gemeinsame Gebetsandachten Ruhepausen und Aufbruchskraft im Leben. Wir lernen, dass es in der Einheit der Kirchen immer um das Evangelium von Jesus Christus geht. Dieses sagt uns nicht zuerst, was wir tun sollen, sondern sagt, was Gott für dich und mich getan hat. Es lohnt sich, das Evangelium gemeinsam zu betrachten, uns darüber auszutauschen und uns miteinander zu freuen. Freuen über das, was der Herr an uns getan hat. Somit ist Evangelium viel mehr als ein guter Ratgeber gelingenden Lebens. Es ist die frohmachende Botschaft – eine wahre gute Nachricht.