Gute Stimmung - Festtag für Ilmenau

Es war ein ereignisreiches Wochenende - Bezirksämtertreffen am Samstag, Festgottesdienst, kleines Konzert zum Muttertag und anschließendes Miteinander beim Brunch am Sonntag.

Kaum war das christliche Hochfest Ostern vergangen, erlebte die Gemeinde Ilmenau einen weiteren Höhepunkt:

Apostel Rolf Wosnitzka, Bischof Ralph Wittich und alle Bezirksämter des Arbeitsbereiches Thüringen hatten sich zum Sonntagsgottesdienst angekündigt.

Der mit vielen Erwartungen intensiv vorbereitete Festtag, zu dem der Wonnemonat Mai einen traumhaft sonnigen Rahmen spendierte, hatte zusätzlich einen besonderen Akzent: es war Muttertag.

Dem Gottesdienst legte Apostel Wosnitzka das Bibelwort Apostelgeschichte 8,7.8 zu Grunde: "Denn die unreinen Geister fuhren aus mit großem Geschrei aus vielen Besessenen, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; und es entstand große Freude in dieser Stadt."

Er sprach im Kern seiner Predigt vom Evangelium als dem „Verbreiten guter Stimmung“ und fordert uns auf, dies untereinander zu praktizieren und mit in unseren Alltag zu nehmen. Diese Botschaft prägte den gesamten Gottesdienst, der musikalisch anspruchsvoll und abwechslungsreich gestaltet wurde. Seinen besonderen Höhepunkt erfuhr der Gottesdienst mit der Spendung des Sakramentes der Heiligen Versiegelung für unsere kleine Lina. Sie verstand es sofort, die Aufforderung zur „Verbreitung guter Stimmung" beispielhaft in die Tat umzusetzen und steckte die gesamte Gemeinde mit ihrer freudigen Art an.

Im Anschluss an das Gottesdienstgeschehen zeigten die Kinder, die mit einem ansprechenden musikalischen Programm zum Muttertag aufwarteten, ihre Talente. Frisch und herzlich interpretierten sie Lieder und Musikstücke und verbreiteten so nicht nur bei den Muttis gute Stimmung.

Als Besonderheit wurde am Sonntagmittag zum Brunch eingeladen. Hier konnte man das Gespräch suchen, die leckeren Speisen und die Maisonne in vollen Zügen genießen. Ein rundum gelungener Festtag klang aus und hinterlässt – gute Stimmung.


Bereits tags zuvor hatten sich die Bezirksämter mit ihren Frauen zu gemeinsamen Unternehmungen in Arnstadt getroffen. Der Bezirksvorsteher des Bezirkes Gotha, Bezirksältester Dietmar Voigt, schildert als Gastgeber dazu seine Eindrücke:

Begegnungen gehören zu unserem Alltag. Manche Begegnungen bedeuten weit mehr, als das normale Alltagsgeschehen. Sie hinterlassen Spuren, bleibende Eindrücke. Ja, sie helfen uns auch, Geschichte besser zu verstehen.

So war unser Samstagnachmittag ausgefüllt mit einer Begegnung besonderer Art.

Nachdem wir uns 13 Uhr im „Hotel Anders“ dankbar über den geschenkten Sonnentag begrüßt hatten, wanderten wir zu einem nahe der Stadt Arnstadt gelegenen Turm, der Neideckruine. Dort erwartete uns „Johann Sebastian Bach“ quasi persönlich zu einer Stadtführung durch die malerische Altstadt von Arnstadt mit ihrer 1300-jährigen Geschichte.

Bei diesem kurzweiligen Stadtspaziergang wurden die Lebenslinien der Musikerfamilie Bach gekonnt historisch korrekt und unterhaltsam kokett nahegebracht. Höhepunkt war der Besuch in der bekannten Bachkirche. Der Orgelbaumeister Johann Friedrich Wender erstellte 1703 die Orgel für die „Neue Kirche“, wie sie zu dieser Zeit genannt wurde. Der 18-jährige Johann Sebastian Bach hat sie abgenommen und geprüft und blieb dann bis 1707 als Organist in dieser Kirche. „Soli Deo Gloria“, einzig zur Ehre Gottes, war für Bach nicht nur einer der fünf Grundsätze der Reformation, sondern ein Grundsatz seines Wirkens.

Die geschwisterliche Begegnung nach der Stadtführung in unserer Kirche zum gemeinsamen Kaffeetrinken und auch das Abendessen im „sommerlichen“ Wintergarten des Hotels haben dann eine andere Seite Bachs, nämlich seine Leidenschaft guten Essens und Trinkens, zum „Erklingen“ gebracht.

T.M./D.V./K.R./P.S.