Ein besonderes Festwochenende in Gehren

9. und 10. Juli 2011: die Gemeinde Gehren ist in Feststimmung. Vor 25 Jahren weihte Bezirksapostel Fritz Nehrkorn die neu erbaute Kirche ein. Die Glaubensgeschwister halten dankbar Rückblick; man schaut auch realistisch nach vorn.

Bereits Ende 2010 verständigen sich die Geschwister der Gemeinde, im Juli 2011 ein Festwochenende „25 Jahre Kirchenneubau Gehren“ zu gestalten. Vorbereitungen werden getroffen und Einladungen ausgesprochen bzw. versendet, damit man gemeinsam mit vielen ehemaligen Geschwistern von Gehren, den damaligen Kirchenbauhelfern aus den umliegenden Gemeinden und lieben Gästen das Jubiläum feierlich begehen kann.

Sonnabend, 9. Juli 2011 um 14 Uhr: Gemeindefest ist angesagt - Treffpunkt Kirche. Zahlreiche Glaubensgeschwister aus nah und fern sind der Einladung gern gefolgt. Vertreter der Stadtverwaltung und der evangelischen Kirchgemeinde Gehren überreichen ein Gastgeschenk - eine schmuckvoll bepflanzte Blumenschale ziert nunmehr den Eingangsbereich des Kirchengebäudes. Bezirksältester Dietmar Voigt ist zugegen und wünscht der Festgemeinde mit ihren Gästen ein von Gott gesegnetes Wochenende. Ein Gebet folgt. Gemeindevorsteher Uwe Weyh beginnt mit dem eigentlichen Tagesprogramm. Mit großem Interesse verfolgen alle Besucher die Bild- und Videopräsentation „25 Jahre neues Kirchengebäude in Gehren“. Man lässt ganz einfach die letzten 25 Jahre einschließlich des Baugeschehens Revue passieren. Zwischendurch immer wieder Wortmeldungen. Es werden Begebenheiten geschildert, wo auch Schwierigkeiten beim Baugeschehen auftraten - das war gewissermaßen „DDR live“. Manch vorgetragene Episode bringt die Zuhörer öfters einmal zum Schmunzeln.

Schließlich beginnt der „gemütliche Teil“ des Tages - im Außenbereich. Das kurz zuvor aufgestellte Festzelt findet man nicht mehr an Ort und Stelle. Eine überaus kräftige Windböe sorgte dafür, dass das 18 Meter lange Zelt einfach kopfüber auf den Rasen geworfen wurde. Gott sei es gedankt - der Schaden ist gering. Das Fest geht gut weiter - dann eben unter freiem Himmel, doch bei bestem Sommerwetter. Kaffee und Kuchen sind jetzt der Renner. Erinnerungen werden ausgetauscht. Da wird schließlich auch das Mikrofon herumgereicht - so entsteht eine große, lockere Gesprächsrunde. Onkel Fritz, der Ehrengast aus Argentinien, 91 Jahre, grüsst auf Spanisch. Die langjährigen Gäste und Wanderfreunde aus Marburg sind mitten im Geschehen. Die Stimmung ist super. Bis in die Abendstunden hinein sitzt man fröhlich beieinander. Thüringer Bratwurst und Brätel fehlen dabei nicht. Ein schöner, ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

Sonntag, 10. Juli 2011 um 9:30 Uhr: der Gottesdienst beginnt, die mit Blumen geschmückte Kirche ist gut besucht. Der Bezirksälteste Voigt tritt an den Altar und legt einen besonderen Dank nieder. „O seliger Sonntag…“ singt die Gemeinde. Der einleitende Liedvortrag vom Chor „…heut ist in uns Feiertag…“ bringt es auf den Punkt. Der Bezirksälteste unterstreicht das verlesene Bibelwort aus 1. Korinther 1, 6-7 „Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden…“. In seinem Predigtbeitrag betont der Vorsteher, dass zielstrebig weitergebaut wird im Werke Gottes. Doch wie geht es konkret weiter mit der Gemeinde Gehren? Dazu eine klare Aussage, um welche die Glaubensgeschwister auch wissen. In absehbarem Zeitraum findet die Gemeinde gemeinsam mit den Ilmenauer Geschwistern ihren Platz in der künftigen neuen Kirche in Ilmenau.

Nun, die Gehrener blicken dankbar zurück, freuen sich aber auch schon ein Stück auf die Zukunft.

G.G.