Letzter Gottesdienst im „alten“ Kirchengebäude

Während die Arbeiten am Kirchenneubau zügig voranschreiten, versammelt sich die Gemeinde zum letzten Gottesdienst in ihrer „alten“ Kirche - und das geschieht mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Es ist ein Sonntagmorgen, an dem der letzte Gottesdienst im altvertrauten Gotteshaus stattfindet. Verständlich, dass man ein Stück Wehmut empfindet, denn vor fast 30 Jahren wurde dieses Kirchengebäude mit großer Einsatz- und Opferbereitschaft nahezu in Eigenleistung erbaut. Doch letztendlich überwiegt die Dankbarkeit.

Die Ilmenauer Glaubensgeschwister konnten in den letzten drei Jahrzehnten viele segensreiche Begegnungen haben. Der Vorsteher und Hirte Herbert Müller wendet sich an die Gemeinde und bringt tief bewegt zum Ausdruck, dass man dankbar auf diesen zurückliegenden Zeitabschnitt blickt, in welchem Gottes Wort verkündigt und gemeinsam Abendmahl gefeiert wurde. Ferner erinnert der Vorsteher an besondere Höhepunkte im Gemeindeleben, bei denen die Wasser- und Geistestaufe vollzogen, Segensspendungen zu Trauungen, Ehejubiläen und zur Konfirmation, sowie zahlreiche Amtseinsetzungen erfolgten. Auch in manch schweren Stunden bekundeten die Geschwister ihren Gemeinschaftssinn, galt es Abschied zu nehmen von Bruder und Schwester.

Ein Dankeschön an die heutige Gemeinde und an all jene, die sich zu ihrer Zeit im Werk Gottes einbrachten!

In diesem Gottesdienst treten noch einmal alle anwesenden Amtsträger der Gemeinde Ilmenau an den Altar – es sind sieben Priester und vier Diakone. In ihren Herzen steht Dankbarkeit und die Bereitschaft, auch künftig dem Höchsten zu dienen.

Auch in diesem Gottesdienst ist der Reichtum der Gemeinde erkennbar; die Amtsbrüder, die zirka 30 anwesenden Kinder, die Jugendlichen, die Sänger, alle übrigen Geschwister und die zahlreichen Gäste!

Am Schluss des Gottesdienstes erfolgt durch den Hirten Herbert Müller die Entwidmung der Kirche. In den kommenden sechs Monaten bis zur Einweihung des neuen Gemeindezentrums besuchen die Geschwister die Gottesdienste in den benachbarten Gemeinden.

Die Gottesdienstbesucher bleiben noch eine Weile zusammen; es wird zum Brunch eingeladen, man genießt den herrlichen Sonnenschein, die Kinder singen, angeregte Unterhaltungen an jedem Tisch. Schließlich noch ein Gang zur benachbarten Baustelle. Erwartungsvoll geht der Blick in die künftige Zeit.

M.A./M.K./H.R.