Gemeindezentrum Ilmenau - Richtfest wird gefeiert

"In Ilmenau, da ist der Himmel blau..." So sagt man in der thüringischen Universitäts- und Goethestadt. Und tatsächlich, es ist ein herrlicher Sommertag mit dem besagten blauen Himmel, an dem die Gemeinde gemeinsam mit den Bauleuten und ihren Gästen zusammenkommt. Es wird Richtfest gefeiert.

Nur ganze zwei Monate sind seit der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung des Rohbaus vergangen; ein beachtliches Bauwerk ist entstanden. Schon vor der eigentlichen Feierstunde wird die künftige Kirche inspiziert. 17 Uhr: das Bläserquartett aus Gräfenroda bringt mit seiner einleitenden Darbietung „Danket dem Herrn“ andächtige Stille ins Geschehen. Es ist schon ein feierlicher Moment, als die mit bunten Bändern verzierte Richtkrone emporgezogen wird; schließlich schmückt diese den fertig gestellten Baukörper.

Apostel Rolf Wosnitzka wendet sich an die Gemeinde und alle Anwesenden, bringt seinen Dank entgegen für das, was mit Hilfe aller am Kirchenbau Beteiligten werden konnte und was Gott durch seine Gnade und mit seinem Segen bereitet hat. In seiner Ansprache wirft der Apostel zwei Begriffe auf: das Äußere - der sichtbare Baukörper - und der Innenausbau - das Schaffen göttlicher Werte. Oftmals fragen die Menschen nur wenig nach Gott. Eine konkrete Aufgabe wird formuliert: die Glaubensgeschwister mögen einen Impuls in die Stadt hinein geben und zeigen, dass das Wirken Gottes auch heute erlebbar ist.

Eine besondere Wertschätzung erfährt die Kirchengemeinde: Der Oberbürgermeister der Stadt Ilmenau, Herr Gerd-Michael Seeber, ist der Einladung zum Richtfest gern gefolgt. Er wendet sich an die große Festrunde und hält zunächst Rückblick auf die letzten Jahrzehnte und zeigt die positive Entwicklung von Stadt und Kirche auf. Mit gewissem Stolz sagt er, dass Ilmenau eine Stadt der Schulen ist. Ferner beleuchtet das Stadtoberhaupt die geistliche Entwicklung (in der Stadt) und bringt dabei zum Ausdruck, dass Ilmenau auch eine Stadt der Kirchen ist. Gute Wünsche werden entgegengebracht, man wolle weiterhin der Stadt Bestes suchen.

Herr Stephan Riechel, Pfarrer der Katholischen Kirchgemeinde Ilmenau, gratuliert ebenfalls zum Kirchenneubau. Schrittweise wolle man als Christen die Kirche Jesu Christi gemeinsam gestalten. In seinen Ausführungen sprach der Geistliche davon, über Bildung, Soziales, Kunst und Kultur hinausgehend den Menschen den Blick für das Göttliche zu öffnen, ja letztendlich den größeren Blick auf die Welt, auf Gott und den Menschen mit seiner Würde zu haben.

Musikalische Beiträge von Chor und Bläsern leiten zum Höhepunkt des Tages. Zimmerermeister Alexander Kurze verliest den Richtspruch. Traditionell wird mit Sekt angestoßen; das erste Glas auf die gelungene Arbeit am Bau. Vorsteher Herbert Müller lädt zur anschließenden Feier ein; gern bedient man sich am reichhaltigen Buffet und Bratwurststand. Noch immer ist der Himmel blau…

Der nächste Bauabschnitt folgt - der Innenausbau; der Blick geht hin zur Einweihung des Gotteshauses, welche für den 30. Dezember 2012 vorgesehen ist.

G.G./H.R.