Bezirksapostel weiht neues Gemeindezentrum

„Suchet der Stadt Bestes“ und „Wünschet Jerusalem Glück“ – vordergründig mit diesen Gedanken weiht Bezirksapostel Klingler das neue Gotteshaus und teilt die Freude mit allen Gottesdienstbesuchern.

In der vollbesetzten Kirche incl. Nebenräume und Foyer beginnt der Bezirksapostel die Predigt mit dem Bibelwort Psalm 122, 6 und 7:

„Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben. Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen!“

Mit einem von Frank Müller aus Ilmenau eigens für diesen Weihegottesdienst geschriebenen und komponierten Lied leitet der Chor mit Orgelbegleitung ein:

„Herr, wir stehen hier an dieser Stätte, die von Menschenhand erschaffen wurde und weihen sie dir zu deinem heiligen Tempel. Komme, o Herr, zu uns hernieder, um selbst an dieser Stätte zu wohnen. Offenbare dich durch deinen Heiligen Geist und bereite unsere Herzen zu deiner Wohnung. Dass wir dich alle Zeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen.“

Der Bezirksapostel beglückwünscht die Glaubensgeschwister aus Ilmenau und Gehren zu diesem schönen neuen und gelungenen Gebäude. In seinen Worten findet sich zu allererst Dankbarkeit – für die Finanzierung, die zum überwiegenden Teil von der Neuapostolischen Kirche International ermöglicht wurde, für schnelle und unbürokratische Genehmigungen durch die Behörden der Stadt Ilmenau sowie, um niemanden zu vergessen, für die Mitwirkung aller Bauleute und Geschwister. Weiterhin wünscht er den Segen Gottes für beide Gemeinden und für das christliche Leben der Stadt, ja der ganzen Region, gemäß dem Ilmenauer Slogan "Suchet der Stadt Bestes!" Von diesem Haus mögen göttliche Impulse ausgehen, die Menschen Halt und Orientierung geben können. Die Menschen bräuchten mehr Orte, an denen sie zur Ruhe, innerer Einkehr und Besinnung auf das Wesentliche gelangen können, mehr Schutzräume für Hoffnung und Zuversicht, wo man auf Gott hört und sich seiner Gnade sicher sein darf.

Nach dem darauf folgenden Weihegebet singt der Chor „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“ (CM 127).

Der Bezirksapostel geht nun im Besonderen auf das Bibelwort ein. Er möchte den gesamten Psalm 122 ins Gemeindebuch der Gemeinde Ilmenau schreiben.

Blick zurück mit großer Dankbarkeit!

Bezugnehmend auf Psalm 122 „Ich freue mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn“ wollen wir dankbar zurück schauen und einen Gruß an die Lieben in der jenseitigen Welt senden.

Genieße die Gegenwart!

Wenn man in der Eingangstür steht und in die Kirche hinein schaut, möge man das Bild einer Gemeinde mit vielen freudigen und in Erwartung stehenden Geschwistern sehen, so der Bezirksapostel. Begegnungen mit Gott und Gleichgesinnten sollen hier erlebbar werden. Das Gemeindezentrum als ein Zentrum des Glaubens, des geistlichen Lebens der Gemeindemitglieder gleich Jerusalem in der damaligen Zeit. Christus, der da war, der da ist und der da kommt!

Schaut freudig in die Zukunft!

„Wünschet Jerusalem Glück!“ – es möge alles einen guten Ausgang finden. Das gilt im Besonderen für unsere Pilgerreise über diese Erde bis zum Tag des Herrn! Glücklich sein bedeutet, so der Bezirksapostel, meine Erwartungen und meine innere Haltung stimmen überein; was ich bekomme, deckt meine Wünsche, ich bin zufrieden.

„Es möge Friede sein in deinen Mauern!“ Mit diesen Worten beschreibt der Psalmist Jerusalem weiter. Tatsächlich ist nur durch das Opfer des Herrn wahrer Friede möglich. Aus diesem wiederum entsteht Frieden in Familien, Gemeinden und der Umgebung. Wir wollen für Frieden sorgen.

Wie im Bibelwort anklingt, wurden Gotteshäuser zuweilen als Paläste bezeichnet. Der Bezirksapostel umschreibt diesen Begriff zutreffend mit „Herrschaftsplatz Gottes“. Solch ein Platz möge das neu geweihte Haus sein und bleiben. Hier empfinden Gläubige das Glück der Erwählung, das Glück der Erlösung und am Tag des Herrn das Glück der Heimholung!

Die Kinder erfreuen in Begleitung des Klaviers und einer Cajon (Schlagwerk). Sie singen in ihrem Lied:

„Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, standhaft in aller Bedrängnis, macht Mut, ladet gerne Gäste ein, zeigt es allen, dass Jesus sie liebt.“

Bezirksapostel Nadolny reiht sich ein in die Reihe derer, die der Gemeinde Ilmenau Glück wünschen. Es ruft Begeisterung hervor, dass noch neue Kirchen gebaut werden, dass es noch Christen im Umfeld gibt. Die Gemeinde soll das leben, was ins Gemeindebuch geschrieben wurde. Zum Schlagwort „Wohlfühlgemeinde“ bemerkt der Bezirksapostel sinngemäß: Jeder sorge dafür, dass sein Nachbar sich wohl fühlt! Das Gotteshaus möge keine „Räuberhöhle“ und auch kein „Kaufhaus“ sein, wie Jesus zu seiner Zeit einmal den Tempel in Jerusalem bezeichnen musste.

In Vorbereitung auf Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl geht Bezirksapostel Klingler nochmals auf den Slogan „Suchet der Stadt Bestes“ ein und merkt an, dass dieser im Englischen „Suchet den Frieden für die Stadt“ heißt. Durch Sünde entsteht Unfriede, nur göttliche Mittel können Frieden schaffen. Wer dies im Glauben annimmt, kann Gnade erfahren aus dem Opfer Jesu.

Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl, Schlussgebet und Segen beendet der Chor in Begleitung der Orgel den Gottesdienst mit dem großen „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel.

U.W., Fotos: M.V.