In Ilmenau dabei – zur Gospelmesse „HE“

Im Gemeindezentrum Ilmenau wurden den Zuhörern interessant vertonte liturgische Texte vom Jugendchor des Bezirkes Gera dargeboten.

„HE“, so war die Gospelmesse des Jugendchores Gera überschrieben. Damit war das englische Wort „he“ und somit niemand geringeres als Jesus Christus persönlich gemeint, um den es in der Messe gehen sollte. Der Chor lud dazu ins Gemeindezentrum Ilmenau ein. Ein Publikum von Jung bis Alt füllte das neu erbaute Kirchengebäude gut zur Hälfte.

Wenn man Gospel liest, denkt man sicherlich zuerst an beschwingten, fröhlichen Lobpreis und fragt sich dann, wie das mit dem Wort „Messe“ zusammenpasst. Aber wie sagte Edwin Hawkins: „Gospel ist nicht der Sound, der Klang, es ist die Botschaft. Wenn es von Jesus Christus handelt, ist es Gospel.“ Und so wurden die liturgischen Texte von Simon Zemzik mit Stilelementen des Slow Rock, Jazz und Beat zu einer Gospelmesse vertont. Es war ein abwechslungsreiches Arrangement für Chor, Solo, Klavier, Schlagzeug, E-Bass und Saxophon zu hören.

Da die Messe komplett in Englisch gesungen wurde, lief im Hintergrund über eine Leinwand der deutsche Text mit, so dass jeder die tiefe Botschaft der Lieder hören und verstehen konnte. Das Ensemble mit seinen rund 30 Sängern und Spielern beeindruckte die anwesenden Zuhörer eine Stunde lang sowohl mit langsamen, ruhigen Liedern wie „Holy, Holy, Holy“, „Lamb of god“ als auch mit Liedern wie „Blessed be he“ oder „Give us peace“, die es schwer machten ruhig auf der Kirchenbank sitzen zu bleiben. Alle Stücke wurden in hoher Qualität vorgetragen und man merkte, dass der Chor nicht einfach nur einen Text sang, sondern ihn auch im Herzen trug.

Ilmenaus Gemeindevorsteher Herbert Müller bedankte sich nach dem Konzert sichtlich ergriffen mit den Worten, dass das Konzert mindestens einen Menschen sehr glücklich gemacht habe und brachte zum Ausdruck, dass alle Zuhörer sicher an diesem Abend ein Stück „Gospel“ im Herzen mit nach Hause nehmen.

M.M./B.F.