Palmsonntag 2015 – ein Festtag mit dem Apostel

Apostel Rolf Wosnitzka besucht die Gemeinde, hält die Predigt zum Feiertag, ordiniert einen Priester und spendet den Geschwistern Urban den Segen zum Fest der eisernen Hochzeit.

Die Freude in der Gemeinde ist spürbar. Der Apostel legt dem Gottesdienst das Bibelwort Matthäus 21,10 zugrunde:

„Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Menge und fragte: Wer ist der?“

Die Bibellesung aus Markus 11,1-11, die unmittelbaren Bezug auf das Palmsonntags-geschehen nimmt, folgt. Der Gemeindechor unterstreicht die verlesenen Bibelworte ausdrucksstark mit dem Liedvortrag „Heilig, heilig ist der Herr“. Dieser gesungene Lobpreis, das Hosianna – so der Apostel – wird Gott entgegengebracht und möchte ihn auch erreichen! Er erinnert sich ganz spontan an einen noch nicht lange zurückliegenden Besuch in Mazedonien, wo er den Stammapostel begleiten konnte. Der freudige Gesang des kleinen Kinderchores dort war eindrucksvoll, ja zu Herzen gehend – trotz einiger falscher Töne. Die Frage aus dem verlesenen Bibelwort „Wer ist der?“ wird der Festgemeinde gestellt. In Beantwortung dessen steht die Erkenntnis: Es ist der Herr! Und jeder möge ihm freudig dienen.

Mit dem wohl spektakulär anmutenden Einzug Jesu in Jerusalem hat ein entscheidender Abschnitt der göttlichen Heilsgeschichte begonnen, führt über Leiden und Sterben bis hin zur triumphalen Auferstehung. Trotz Erfüllung der messianischen Verheißung am Palmsonntag begriffen nur wenige, dass Gott in Jesus Christus sein Volk besuchte. Auch wenn unüberhörbare Hosianna-Rufe erschallten, wurde die wahre Bedeutung dieses Geschehens nicht erkannt, auch nicht von den Hohepriestern und Schriftgelehrten. Niemand konnte jedoch sagen, dass sich Jesus nicht in aller Deutlichkeit zu erkennen gab. Und heute?

Der Gottessohn war und ist anders, als die Menschen es erwartet hätten bzw. erwarten. Er ist kein weltlicher König und Herrscher, sondern allmächtig und voller Liebe, Güte, Nachsicht und Erbarmen; ist nahe bei allen Leidenden, Traurigen, Verachteten und Schwachen. Jesus Christus, der Erretter, fordert nichts Unmögliches. Das Mühen der Menschen, der Gläubigen, ihm ähnlicher zu werden, ist immer entscheidend.

Die Bezirksevangelisten Stephan Splissgart und Uwe Weyh unterstreichen mit ihren Predigtbeiträgen das Dienen des Apostels.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wird der seitherige Diakon Hendrick Kumm als Priester für die Gemeinde Ilmenau gesetzt.

Nach dem Gottesdienst noch eine Segenshandlung: In Begleitung des Gemeindevorstehers Herbert Müller besucht Apostel Wosnitzka die Glaubensgeschwister Heinz und Elfriede Urban und spendet den Segen zum Fest der eisernen Hochzeit. Das Bibelwort Philipper 1,6, das dem eisernen Paar weiterhin Trost und Erbauung geben möchte, folgt abschließend:

„Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“

U.W./G.G./H.R.