„Friede für erschrockene Herzen“

Liebe, Frieden und eine wunderbare Zukunft in Christus standen im Mittelpunkt des ersten Gottesdienstes von Bezirksapostel David Heynes im Kirchenbezirk Gotha. Mit dem Textwort aus Lukas 24,38 lenkte er den Blick auf den auferstandenen Herrn, der auch heute erschrockenen Herzen begegnet und Frieden schenkt.

Es gibt Abende, an denen die Geschichte nicht mit Fanfaren, sondern mit britischem Understatement in Gotha eintrifft. Als der in Großbritannien geborene und heute in der Nähe von London lebende Bezirksapostel David Heynes zu seinem ersten Gottesdienst nach Gotha kam, führte ihn sein Weg in eine Stadt mit erstaunlich direkten royalen Verbindungen: Prinz Albert verbrachte Teile seiner Kindheit in Gotha, und mit seiner Heirat mit Queen Victoria zog 1840 der Name Saxe-Coburg-Gotha ins britische Königshaus ein, ehe daraus 1917 Windsor wurde.

Dass der Abend dann nicht mit Hofzeremoniell begann, sondern mit Thüringer Gastfreundschaft, mit Bratwurst und Rostbrätel, hätte man auf der Insel wohl nur trocken kommentiert:

One might call that a very civilised beginning.

Doch was so freundlich und vertraut begann, führte im Gottesdienst schnell in die Tiefe. Gemeinsam mit Apostel Mike Dietel diente Bezirksapostel David Heynes den Geschwistern mit dem Textwort aus Lukas 24,38 und lenkte den Blick auf die erschrockenen Jünger, denen der auferstandene Jesus begegnete: „Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?“

Im Mittelpunkt der Predigt stand die Liebe Gottes. So wie Menschen einander Liebe zusprechen, will auch Gott dem Menschen seine Liebe spürbar machen. Wer mit offenem Herzen in den Gottesdienst kommt, darf erfahren: Gott sucht die Gemeinschaft mit uns und schenkt eine wunderbare Zukunft.

Ausgehend von der Begegnung Jesu mit den Jüngern machte der Bezirksapostel deutlich, wie nah dieses Bibelwort am Leben heute ist. Auch wir kennen Angst, Unsicherheit, Konflikte und Situationen, in denen wir ratlos sind. Gerade in solche Momente hinein spricht Jesus: „Friede sei mit euch.“ Er ist mitten unter uns, nicht fern, sondern gegenwärtig und wirksam.

Im Blick auf das Kreuz wurde deutlich: Jesus hat sein Leben für uns gegeben. Darum sind wir mit ihm nicht verloren, sondern dürfen Überwinder sein. Seine Friedensbotschaft soll weitergetragen werden – in die Familien, in den Alltag und zu den Menschen um uns herum.

Besonders tröstlich war auch der Hinweis auf Jesus als den guten Hirten. Wenn wir uns verloren fühlen, sucht und führt er uns. Wer sich ihm anvertraut und im kindlichen Glauben das Herz öffnet, erfährt Hilfe, Trost und auch die Kraft zur Vergebung.

Praktisch und lebensnah ermutigte Bezirksapostel David Heynes dazu, den Tag mit Gebet zu beginnen: „Führe mich durch den Tag.“ Wer sich so in Jesu Hände legt, darf darauf vertrauen, dass er begleitet, schützt und mit seiner Liebe umgibt.

So blieb von diesem Abend vor allem eine stärkende Botschaft zurück: Jesus Christus ist mitten unter den Seinen. Er kennt unsere Ängste, nimmt unsere Fragen ernst und spricht auch heute zu erschrockenen Herzen: „Friede sei mit euch.“